Sonntag, 14. Juni 2015

Gastbeitrag: Milchreis mal anders

Ich selbst bin heute auf dem direkten Weg nach London und hier geht es weiter mit einem Gastbeitrag von der lieben Ariane von heldenwetter.de. Ariane berichtet von ihren Reisen und bringt von dort auch allerlei außergewöhnliche Rezepte mit. Schaut also unbedingt mal vorbei! :)


 
Ein Sommergericht ist Milchreis ja wirklich nicht. Trotzdem möchte ich dieses Rezept mit euch teilen, während Yvonne ihren Urlaub genießt. Milchreis schmeckt schließlich kalt wie warm und lässt sich grandios mit Nüssen und Früchten kombinieren! Achja, mein Name ist übrigens Ariane und ich blogge sonst auf heldenwetter über Reisen, Fotografie und Kreatives.


Statt schnödem normalen Milchreis habe ich euch allerdings ein besonderes Rezept mitgebracht. Ich habe zwischen Schule und Studium ein Jahr in Peru gelebt und konnte dort nicht nur Land und Leute, sondern auch eine der spannendsten, aufstrebendsten Küchen der Welt kennen lernen. Peru gilt zu Recht als das Land mit der tollsten Kulinarik Amerikas. Die riesige Vielfalt des Landes bietet einfach irrsinnig viel – frisches exotisches Obst, gesunde Körner wie Quinua oder Maca, tausende Kartoffelsorten, spanische, afrikanische und asiatische Einflüsse vermischen sich zu einem spannenden Ganzen. Jugendliche in Deutschland geben als Berufswunsch Fußballstar oder Schauspieler an – in Peru ist Koch der angesagteste Beruf überhaupt! Das liegt vor allem an Gastón Acurio, der in seinen Restaurants alte peruanische Zutaten neu entdeckt und ungewöhnlich kombiniert und inzwischen zu einem richtigen Star geworden ist.

So, jetzt aber mal zum Thema. Milchreis oder „arroz con leche“ wurde von den Spaniern nach Peru gebracht. Dort gibt es in der Hauptstadt Lima abends an jeder Ecke Verkaufsstände, die Milchreis anbieten. Der Duft nach Zimt und Rosinen gehört in Lima deshalb irgendwie zu einem abendlichen Spaziergang durch den Park dazu, ob Sommer oder Winter – super, oder?!


Ihr braucht (für zwei Personen als Dessert oder eine Person als Hauptgericht):

100g Risottoreis, 400ml Wasser, eine Zimtstange (etwa 5cm), zwei Gewürznelken, 20g Rosinen, 50g brauner Zucker (oder ein bisschen weniger, wenn ihr es nicht so süß mögt), 1 Teelöffel Lebkuchengewürz, 200ml Kondensmilch, Kokosraspel und Pekannüsse zum Dekorieren

So geht’s:

Reis, Zimtstange und Nelken mit Wasser aufkochen und dann auf kleiner Hitze weiterköcheln lassen, bis der Reis das Wasser fast aufgesogen hat. Zwischendurch immer mal umrühren. Rosinen hinzufügen, damit sie noch ein bisschen Wasser ziehen können. Dann den Reis weiterköcheln lassen, bis kein Wasser mehr im Topf ist und der Reis Risotto-Konsistenz hat.

Zucker und Lebkuchengewürz unter den Reis mischen und etwa fünf Minuten weiterköcheln lassen. Die Kondensmilch unterrühren und etwa zehn Minuten einziehen lassen. Der Reis sollte nun Milchreis-Konsistenz bekommen und süß-würzig schmecken.

Vor dem Essen noch die Nelken und die Zimtstange entfernen. Mit klein gehackten Pekannüssen und Kokosraspeln servieren.
 

Zum Reis gereicht wird in Peru „mazamorra morada“, eine dickflüssige Creme aus lilanem Mais, die sehr säuerlich schmeckt. Das passt super, denn der peruanische Milchreis ist um einiges süßer als der, den wir in Deutschland essen. Noch dazu ist er um einiges würziger als der Milchreis, den ich hier bisher gegessen habe – so braucht er eigentlich gar keine Beilage mehr. Solltet ihr trotzdem noch etwas dazu essen wollen und gerade keinen lilanen Mais zur Hand haben, würde ich etwas empfehlen, das der Süße etwas entgegensetzen kann, Rhabarber, Johannisbeeren oder Kiwis, vielleicht?

Ich wünsche euch viel Spaß beim Ausprobieren und guten Appetit! Mehr peruanische (und auch andere) Rezepte und auch viele Reiseberichte über Lima und andere Orte findet ihr auf meinem Blog.


Vielen Dank liebe Ariane von heldenwetter!

Kommentare:

  1. schaut lecker aber auch echt ungewohnt aus ;)

    Lady-Pa

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  2. Das klingt nach einer ganz hervorragenden Kombination. Das merk ich mir :)!

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