20. Mai 2016

Ist das etwa schon alles?
So viel Text und {fast} keine Bilder.

Ich hab mir hier schon oft auf
dem Blog Gedanken über meine Texte gemacht. Ich schreibe oft Rezepte – ein
bisschen drum rum und das war’s dann auch schon. Nicht besonders qualitativ,
einfach aus dem Bauch raus und immer eher zurückhaltend und wenig.
Ich beneide wirklich all diesen
begabten Blogschreiberlinge, die jeden Tag herrlich erfrischende Texte raushauen. Ich kann’s nicht. Warum ist das so?
Ihr müsst wissen – ich bin vielleicht
nicht besonders kommunikativ. Vielleicht auch nicht besonders
gesellschaftsfähig – haha. Ich weiß es nicht 😉 Ich arbeite in der Woche 40
Stunden in einem Anwaltsbüro und jongliere tagtäglich mit Paragraphendeutsch in
den Schriftsätzen. Da fällt es mir einfach oft schwer im privaten Bereich umzuswitchen. Mir schwirren dann die ganze Zeit Wörter wie „des öfteren„, „in der obigen Angelegenheit“ und „Wir sehen Ihrer Stellungnahme entgegen“ im Kopf herum und meine Alltagssprache blendet sich irgendwie aus.
Natürlich ist das auch oft echt
hilfreich. Denn hab ich Ärger mit Versicherungen, Banken, Firmen etc. setze ich
privat einen fast nahezu perfektes Schreiben auf und mit einem Wisch ist dann
meist alles vom Tisch.
Ein anderer möglicher Grund: Meine besten
Freunde sind männlich. Eigentlich war das schon immer so. Und die Kommunikation
unter Kerlen läuft meist auch eher anders ab. Ich bin eigentlich nicht jemand
der ständig unter Redefluss steht und sich ständig mitteilen muss. Wenn ich mit Mädels unterwegs bin und von allen Seiten beplappert werde, kann’s schon mal vorkommen, dass sich ein Summen in meinem Kopf einstellt und die Leistungen heruntergefahren werden. Sorry, Mädels. Ich will das gar nicht, aber es passiert einfach.

Vielleicht
ist deshalb das Texten auch hier für den Blog schwer. Ich würde so oft und so
gerne zu verschiedenen Themen einfach eine Geschichte drumrum bauen. Aber
irgendwie funktioniert das nicht. Es klingt nach einem Aufsatz, aufgesetzt und
das bin ich nicht.

Aber ich hoffe auch, dass ihr
mich trotzdem in all den Jahren ein bisschen kennengelernt habt. Trotzdem hier
gerne auch meine kurzen Texte lest und trotz alldem gerne hier teilhabt.
Warum ich das jetzt alles
aufschreibe? Der Blog ist nun im Mai tatsächlich 6 Jahre alt! Für mich eine
unfassbare und wundervolle Zeit. WOW. Ich weiß noch… als ich den Blog
begonnen habe, steckte ich gerade knietief in Hochzeitsvorbereitungen 🙂 Hach. Und ihr seid noch alle da – trotz der oft wenigen Worte! ♥

Außerdem wollte ich das einfach
mal längst loswerden. Hab bestimmt tausendmal begonnen, aber es hat nie irgendwo reingepasst – tut es jetzt wohl auch
nicht – aber es sollte irgendwann mal einen Platz finden und gesagt werden. Und jetzt drück ich auch endlich mal den Knopf zum Veröffentlichen!
Falls ihr unbedingt etwas von mir wissen wollt, dann her damit! Jetzt ist vielleicht der richtige Augenblick dafür! 🙂

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  1. also ich mag deine Art zu schreiben wirklich sehr gerne- und Paragraphendeutsch kann ich hier in keinster Weise erkennen :-).
    Es ist gut, dass du dir selbst treu bleibst- genauso ist es perfekt !!

    love, sophia

  2. ich finde nicht das du zu wenig schreibst, auch in deinen Rezept beiträgen bekommt man was von dir mit, du schreibst oft auch warum du den mal sowas machst und sei es einfach weil wo gesehen.
    Ich mag deinen Schreib stil, irgentwie ist er so als ob du direckt vor einem Stehst und all das erzählst.

    Bei mir habe ich oft eher das gefühl zu viel text un zu wenig Bilder *lach*

    Also bleib wie du bist ich für meinen Teil mag deine art und finde es immer so schön und Freundlich hier zu stöbern

  3. mir war das gar nie so bewusst oder besser gesagt finde ich nicht dass du ZU WENIG schreibst . ich mag deinen blog so oder so .. du überzeugst also mit anderen tollen dingen (FOTOOOS und kreativen posts :D)..
    außerdem ist paragraphendeutsch auch oft sehr amüsant 😉

    war dennoch schön mal mehr von dir zu lesen .
    und allerherzlichsten glückwunsch du altes bloghaus 😀
    alles liebe
    die sarah

  4. Ich kann Dich gut verstehen. Wenn das private Schreiben dann häufiger fast zur Herausforderung wird, sollte man sich auch nicht dazu zwingen. Ein nettes Foto mit nur mal ein paar Sätzen hat auch etwas Nettes. Allerdings – allgemein gesprochen – wenn man das dann nur noch bringen würde, wäre man bei Instagram sicher besser aufgehoben.

    Bei Rezepten oder auch Reviews von Beautyprodukten hat man aber Glück, denn man kann sich ganz auf das Rezept bzw. das Produkt konzentrieren, es ausführlicher besprechen und hat trotzdem eine Menge geschrieben und niemandem fällt im Grunde auf, dass man bei einem "normalen" Text öfter mal ein Problem hat. Ich hatte vor einigen Jahren übrigens aus beruflichen Gründen das gleiche Problem. In der Phase hatte ich aber wenig bis gar nicht gebloggt und dennoch, als ich dann wieder damit anfing, hatte ich erst einmal ein Problem, denn "hochnäsig" wollte ich nicht klingen und die ganzen (bei mir waren es kaufmännische Standardsätze) Formulierungen für Kundenbriefe kann man auf einem Blog natürlich unmöglich bringen. LG

  5. Ich mag deine Posts immer sehr! Ich kann dich nur zu gut verstehen, ich bin da eher so wie du. Mir fällt es auch sehr schwer viel Text um meine Posts zu schreiben. Solche Gedankenposts wie bei vielen anderen Bloggern finde ich toll aber dafür bin ich wohl auch nicht so der Typ! Jeder sollte es so machen wie es für ihn am Besten ist und womit er sich wohl fühlt!

    Liebe Grüße, Lisa

  6. Das Problem habe ich auch oft – nach dem 347346 Cupcakerezept weiß man irgendwann einfach nicht mehr, was man schreiben soll 😀
    Deinen Blog lese ich trotzdem unglaublich gerne und hoffe, dass du noch ganz lange so weiter machst! 🙂

    Liebe Grüße!

  7. Also ich finde dich sehr kommuninaktiv und mag deinen Blog so wie er ist.
    Man muss nicht zu jedem smoothie eine 3seiten lange Story aus den Finger saugen. 😉

  8. Also ich finde dich sehr kommuninaktiv und mag deinen Blog so wie er ist.
    Man muss nicht zu jedem smoothie eine 3seiten lange Story aus den Finger saugen. 😉

  9. Also, ich mag deine Texte so, wie sie sind. 🙂
    Du könntest ja mal ein Rezept in reinstem Anwaltsdeutsch schreiben, das wäre bestimmt mal lustig zu lesen. 😉

    Witzigerweise ist das bei mir mit dem Job und dem Schreiben übrigens genau anders herum – ich arbeite ebenfalls in einem Job, in dem ich sprachlich komplett anders unterwegs bin als im Blog (Coding und Business English), auch hauptsächlich mit männlichen Kollegen. Das Bloggen ist da für mich eine wohltuende Abwechslung. 😀

    Liebe Grüße
    Anne von https://vom-landleben.de

  10. Ich liebe deinen Blog so wie er ist 🙂
    Das ist deine Art und die macht dich aus und wer braucht schon viel Text, wenn er wunderschöne Fotos und inspirierende Ideen bekommt?

    Liebste Grüße
    Lea

  11. Meine liebste Yvonne,

    ein schöner Text, trotz (fast) keiner Bilder!
    Ich folge dir seit ca. 1 Jahr und ich glaube, so seit einem halben Jahr gehöre ich zu den 'lauten Leserinnen' und spame dich regelmäßig mit meinen Kommentaren zu, haha ;D

    Auch, wenn deine Texte nicht die längsten sind und ich liebe sie sehr, genauso wie deine Fotos *-* Jedes Mal aufs Neue ein Traum :*
    Ich mag deine Blogposts unheimlich – du hast einen eigenen Stil und hebst bzw. unterscheidest dich so von anderen Seiten 🙂

    Übrigens: Ich wünschte mir sehr oft, dass ich mehr dieses juristen/bürokratischen Deutsch kann – denn oft sitze ich vor einer Mail oder vor Formularen und bin schier überfordert, haha 😀

    Verleb noch eine glückliche Woche, meine Süße und fühl dich gedrückt,
    deine Rosy ♥

  12. Wow, 6 Jahre! Glückwunsch. Mir ist auch noch nicht aufgefallen, dass du sonderlich wenig schreiben würdest. Ich schreibe bei DIY-Posts meist auch nicht so viel, weil ich die Leser nicht ablenken oder langweilen möchte. Dafür schreibe ich dann bei den Lehrer- oder Kinderposts umso mehr. 😉
    Auf weitere 6 Jahre! LG

  13. Ich finde dich klasse so wie du bist 😉 Vllt liegt es daran, dass ich genauso ticke 😀 Bist also nicht allein.
    Alles Gute für die 6 Jahre und das es noch lange so weiter geht.

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